Der Break-Even-Point (BEP), auch Gewinnschwelle, Kostendeckungspunkt oder Nutzenschwelle genannt, ist der Punkt, an dem Erlöse und Gesamtkosten genau gleich hoch sind. Ab diesem Punkt beginnt ein Unternehmen oder ein Projekt, Gewinn zu erwirtschaften. Die Break-Even-Analyse ist ein fundamentales Werkzeug der betriebswirtschaftlichen Planung und unverzichtbar für Gründer, Produktmanager und Controller.
Der Break-Even-Point beantwortet die zentrale Frage: "Wie viele Einheiten muss ich verkaufen, um meine Kosten zu decken?" Diese Information ist essentiell für Preisentscheidungen, Investitionsplanungen, Risikoeinschätzungen und die Bewertung von Geschäftsmodellen.
Geben Sie folgende Werte ein:
Der Rechner ermittelt automatisch die Stückzahl, ab der Sie Gewinn erzielen.
Break-Even-Menge = Fixkosten / (Verkaufspreis − Variable Kosten)
Der Nenner wird als Deckungsbeitrag pro Einheit bezeichnet. Er zeigt, wie viel jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Je höher der Deckungsbeitrag, desto schneller erreichen Sie die Gewinnschwelle.
Angenommen, Sie betreiben einen Online-Shop für handgemachte Kerzen:
Ausgangslage:
Fixkosten monatlich: 2.000 € (Miete Lager, Website, Versicherung)
Variable Kosten pro Kerze: 5 € (Wachs, Docht, Verpackung, Versand)
Verkaufspreis pro Kerze: 25 €
Berechnung:
Deckungsbeitrag: 25 € − 5 € = 20 € pro Kerze
Break-Even: 2.000 € / 20 € = 100 Kerzen pro Monat
Interpretation: Ab der 101. verkauften Kerze macht der Shop Gewinn!
Ein hoher Break-Even-Point bedeutet höheres unternehmerisches Risiko, da Sie mehr Einheiten verkaufen müssen, bevor Sie profitabel werden. Strategien zur Verbesserung: Fixkosten senken (z.B. günstigere Räumlichkeiten), Verkaufspreis erhöhen (wenn der Markt es zulässt), variable Kosten reduzieren (bessere Lieferantenkonditionen) oder die Produktivität steigern.
Bei einem Produktportfolio berechnen Sie den gewichteten durchschnittlichen Deckungsbeitrag basierend auf dem geplanten Produktmix. Alternativ ermitteln Sie den Break-Even in Umsatz statt in Stückzahlen: Break-Even-Umsatz = Fixkosten / Deckungsbeitragsquote.
Fixkosten bleiben konstant: Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen, Softwarelizenzen. Variable Kosten steigen mit der Menge: Materialkosten, Versandkosten, Verpackung, Provisionen, Energiekosten der Produktion. Manche Kosten sind Mischformen (z.B. Stromkosten mit Grundgebühr + Verbrauch).
Idealerweise bei jeder signifikanten Änderung: Preisanpassungen, neue Lieferantenverträge, Mieterhöhungen, Einstellung neuer Mitarbeiter, Einführung neuer Produkte oder bei der jährlichen Budgetplanung.