Der Dispositionskredit (Dispo) ist praktisch, aber teuer – mit Zinssätzen von 10-15% gehört er zu den teuersten Kreditformen. Unser Dispo-Rechner zeigt dir die tatsächlichen Kosten deiner Kontoüberziehung und hilft dir, die Schuldenfalle zu vermeiden.
Zinskosten = Betrag × Zinssatz × Tage / 365
Beispiel: 2.000 € Dispo bei 12% für 30 Tage
→ 2.000 × 0,12 × 30 / 365 = 19,73 € Zinsen
Über ein Jahr: 2.000 × 0,12 = 240 € Zinskosten!
Direktbanken: 7-10% (ING, DKB, comdirect)
Sparkassen: 10-13%
Volksbanken: 10-14%
Privatbanken: 11-15%
Zum Vergleich:
• Ratenkredit: 4-8%
• Baufinanzierung: 3-4%
• Tagesgeld (Haben): 2-4%
Das Dispolimit beträgt typischerweise 2-3 Netto-Monatsgehälter. Banken gewähren es basierend auf regelmäßigem Gehaltseingang. Bei 2.500 € netto: ca. 5.000-7.500 € Dispo. Du kannst das Limit reduzieren lassen, um Versuchung zu vermeiden.
Der Dispo ist die vereinbarte Kreditlinie. Die geduldete Überziehung darüber hinaus kostet nochmals 2-5% mehr Zinsen! Bei 12% Dispo zahlst du dann 14-17% für den überzogenen Teil. Manche Banken lehnen Überziehungen auch komplett ab.
Optionen: (1) Ratenkredit zur Umschuldung – spart sofort Zinsen und zwingt zur Tilgung, (2) Sparplan einrichten – jeden Monat festen Betrag zurücklegen, (3) Dispolimit schrittweise senken lassen, (4) Bei Dauerdispo: Schuldnerberatung nutzen.
Sofort, wenn du länger als 2-3 Monate im Dispo bist! Ein Ratenkredit mit 6% statt 12% Dispo halbiert deine Zinskosten. Außerdem hast du einen klaren Tilgungsplan und Schuldenfrei-Datum.
⚠️ Achtung: Der Dispo ist für kurzfristige Engpässe gedacht, nicht als Dauerkredit! Wer länger als 3 Monate im Dispo ist, sollte dringend umschulden. Bei 3.000 € Dispo zahlst du jährlich 300-450 € nur an Zinsen!